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Biologie · Evolution
Wie aus einer Population zwei Arten werden: allopatrische und sympatrische Artbildung, Polyploidisierung, prä- und postzygotische Isolationsmechanismen und adaptive Radiation.
Eine neue Art entsteht, wenn der Genfluss zwischen Teilpopulationen abreißt und sie reproduktiv isoliert sind. Das geschieht mit räumlicher Trennung (allopatrisch) oder ohne (sympatrisch).
Das ist der häufigste Modus der Speziation. → Gendrift und Gründereffekt: Evolutionsfaktoren
Hier trennen keine Berge, sondern Spezialisierung auf ökologische Nischen oder sexuelle Selektion (Partnerwahl). Der klassische Fall ist die Polyploidisierung, vor allem bei Pflanzen.
Der Chromosomensatz vervielfacht sich (2n → 4n). Kreuzt die neue Pflanze mit der Ausgangsart, ist der Hybrid triploid (3n) und meist steril. Die Isolation steht damit schon nach einer Generation.
Reproduktive Isolation heißt: Barrieren verhindern den Genfluss zwischen Arten. Präzygotisch wirkt vor der Befruchtung, es entsteht keine Zygote. → Artbegriff: Artbegriff
| Typ | Barriere | Beispiel |
|---|---|---|
| Zeitlich | andere Paarungszeit | Frösche laichen im März bzw. Mai |
| Ökologisch | verschiedene Habitate im selben Gebiet | Begegnung bleibt aus |
| Ethologisch | Balz passt nicht | andere Balzrituale |
| Mechanisch | Organe passen nicht | Begattung unmöglich |
| Gametisch | Gameten passen chemisch nicht | Befruchtung scheitert |
Postzygotisch wirkt nach der Befruchtung:
Fällt eine Barriere weg, können Arten durch Hybridisierung wieder verschmelzen.
Aus einer wenig spezialisierten Stammart entstehen in kurzer Zeit viele Arten, meist in einem Lebensraum mit freien Nischen. Beispiel: Darwin-Finken auf Galapagos.
Schrittfolge
Deine AufgabeZeichne die allopatrische Artbildung vom Barrieren-Ereignis bis zur reproduktiven Isolation nach und erkläre, wodurch sich die sympatrische Artbildung ohne geografische Trennung unterscheidet.
Schritt 1 von 4