Wir verwenden essenzielle Cookies fuer den Betrieb der Seite. Optionale Analytik wird erst nach deiner Zustimmung aktiviert.
Lebewesen werden über spezifische Grundeigenschaften wie Stoffwechsel, Fortpflanzung, Reizbarkeit, Wachstum, Bewegung und Evolution definiert, wobei die Zelle die kleinste lebensfähige Einheit darstellt.
Das Leben als solches ist biologisch schwer durch eine einzige griffige Formel zu fassen. Stattdessen nutzt die Biologie einen Katalog an Grundeigenschaften der Lebewesen, die ein System erfüllen muss, um als 'lebendig' zu gelten. Ein Organismus muss dabei nicht zu jedem Zeitpunkt alle Kriterien aktiv zeigen (ein Samen ruht beispielsweise), aber er muss das Potenzial dazu besitzen.
Der Stoffwechsel (Metabolismus) ist eine der zentralen Säulen. Er beschreibt die Fähigkeit, Stoffe aus der Umwelt aufzunehmen, sie chemisch umzuwandeln und Energie für lebensnotwendige Prozesse zu gewinnen. Abfallprodukte werden dabei wieder ausgeschieden. Ohne diesen ständigen Energieumsatz könnte ein Lebewesen seine innere Ordnung nicht gegen das physikalische Streben nach Chaos (Entropie) aufrechterhalten.
Die Fortpflanzung (Reproduktion) stellt sicher, dass das Leben über den Tod des Einzelindividuums hinaus fortbesteht. Hierbei wird die genetische Information in Form von DNA an Nachkommen weitergegeben. Dies kann geschlechtlich oder ungeschlechtlich erfolgen, ist aber essenziell für den Erhalt der Art.
Unter Reizbarkeit versteht man die Fähigkeit, Informationen aus der Umwelt oder dem eigenen Inneren wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Eine Analogie hierzu ist ein Sensor-Aktor-System: Ein Reiz (z. B. Licht oder Wärme) wird registriert und führt zu einer spezifischen Antwort (z. B. das Ausrichten der Blätter zur Sonne).
Wachstum und Entwicklung beschreiben die Veränderung eines Lebewesens über seine Lebensspanne hinweg. Dies umfasst nicht nur die reine Zunahme an Biomasse oder Zellzahl, sondern auch die Spezialisierung von Zellen und die Ausbildung verschiedener Lebensstadien.
Die Bewegung ist eine Eigenschaft, die oft missverstanden wird. Sie bedeutet nicht zwingend eine Fortbewegung von Ort A nach Ort B (Lokomotion). Auch Pflanzen bewegen sich (z. B. durch Zelldruckveränderungen), und innerhalb jeder Zelle finden aktive Transportprozesse und Plasmaströmungen statt.
Die Evolution oder Anpassungsfähigkeit ist die langfristige Antwort auf Umweltveränderungen. Populationen von Lebewesen verändern sich über Generationen hinweg, um besser an ihren Lebensraum angepasst zu sein. Dies ist die einzige Eigenschaft, die sich eher auf Gruppen als auf das einzelne Individuum bezieht.
Die kleinste Einheit, die alle diese Merkmale in sich vereint, ist die Zelle. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Prokaryoten (einfache Zellen ohne Zellkern, wie Bakterien) und Eukaryoten (komplexere Zellen mit Zellkern, wie Tiere, Pflanzen und Pilze). Alles, was kleiner als eine Zelle ist und keinen eigenen Stoffwechsel besitzt (wie Viren), gilt nach klassischer Definition nicht als Lebewesen.