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Biologie · Der menschliche Körper
Hoden mit Sertoli- und Leydig-Zellen, die Spermatogenese und das reife Spermium, der Weg bis zur Harnröhre, die Drüsen des Ejakulats und die Schwellkörper des Penis.
Der Hoden hat zwei Aufgaben: In den Samenkanälchen entstehen die Spermien, in den Leydig-Zellen das Testosteron. Im Nebenhoden reifen die Spermien, drei Drüsen machen aus ihnen das Ejakulat.
Die Hoden hängen im Skrotum (Hodensack, durch das Septum scroti geteilt) außerhalb des Beckens. Vor der Geburt wandern sie aus der Bauchhöhle durch den Leistenkanal dorthin. Der Grund: Die Spermienbildung braucht 2 bis 5 °C weniger als die Körperkerntemperatur.
Im Hoden liegen die Samenkanälchen (Tubuli seminiferi) und zwischen ihnen Hormonzellen. Zwei Zelltypen darfst du nicht vertauschen:
| Zelle | Aufgabe | Gesteuert von |
|---|---|---|
| Sertoli-Zellen (in den Kanälchen) | ernähren Keimzellen, Blut-Hoden-Schranke | FSH |
| Leydig-Zwischenzellen (zwischen den Kanälchen) | bilden Testosteron | LH |
Die Blut-Hoden-Schranke trennt die Keimzellen vom Blut. Reifende Keimzellen tragen neue Oberflächenmerkmale, die erst nach der Pubertät auftauchen. Das Immunsystem kennt sie nicht und würde sie angreifen.
Testosteron und Inhibin (aus den Sertoli-Zellen) bremsen Hypothalamus und Hypophyse: negative Rückkopplung.
Die Stammzellen (Spermatogonien) stammen von Urkeimzellen ab und vermehren sich schon im Embryo, später ein Leben lang. Die Reifung zu Spermien beginnt mit der Pubertät. Der Weg von der Spermatogonie zum Spermium dauert etwa 64 Tage, grob 9 bis 10 Wochen.
| Teil | Inhalt | Aufgabe |
|---|---|---|
| Kopf | haploider Zellkern, Akrosom | Akrosom enthält Enzyme für die Eizellhülle |
| Mittelstück | viele Mitochondrien | liefern ATP für den Schwanz |
| Schwanz (Geißel) | Mikrotubuli | Antrieb, 3–4 mm pro Minute |
Bis zur Eizelle braucht ein Spermium 1 bis 3 Stunden. Im weiblichen Genitaltrakt überlebt es bis zu etwa 4 Tage und bleibt rund 72 Stunden befruchtungsfähig. Ein Ejakulat enthält etwa 20 bis 50 Millionen Spermien pro ml. Nur 200 bis 300 erreichen den Eileiter.
Spermien machen nur einen kleinen Teil aus, der Rest ist Sekret der akzessorischen Drüsen im kleinen Becken. Auch die Samenleiterampulle zählt dazu, der Nebenhoden nicht.
| Drüse | Sekret | Besonderheit |
|---|---|---|
| Bläschendrüse | alkalisch, fruktosereich | Energie für Spermien, Prostaglandine |
| Prostata | leicht sauer, Enzyme (PSA) | kastaniengroß, unter dem Blasenhals |
| Cowper-Drüse | schleimig | Präejakulat spült die Harnröhre |
Der Penis besteht aus Wurzel, Schaft und Eichel (Glans) mit der Vorhaut. Er enthält drei Schwellkörper: zwei Corpora cavernosa und ein Corpus spongiosum, das die Harnröhre umschließt und die Eichel bildet.
Erektion = Parasympathikus, Ejakulation = Sympathikus. Point and Shoot: P kommt vor S.
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Deine AufgabeVerfolge den Weg der Spermien vom Hoden bis zur Harnröhrenmündung. An welchen Stellen kommen die Sekrete von Bläschendrüse, Prostata und Cowper-Drüse hinzu?
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Deine AufgabeBeschrifte Kopf, Mittelstück und Schwanz des Spermiums. Welche Region liefert die Akrosomenenzyme, wo entsteht das ATP, und womit bewegt sich das Spermium fort?
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