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Die erste Phase der Schwangerschaft umfasst die Befruchtung der Eizelle, die Furchungsteilungen bis zum Blastozystenstadium, die Implantation in der Gebärmutter sowie die Gastrulation, bei der sich die drei Keimblätter (Ektoderm, Mesoderm, Entoderm) bilden.
Eine Schwangerschaft (Gestation, Gravidität) beginnt mit der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle (Befruchtung/Fertilisation) im Eileiter (Ampulle). Die befruchtete Eizelle (Zygote) durchläuft anschließend während des Transports zur Gebärmutter rasche Furchungsteilungen ohne Zellwachstum, wobei Blastomere entstehen. Über das Stadium der Morula (Maulbeerkeim) entwickelt sich der Keim nach etwa 5-6 Tagen zur Blastozyste (Blasenkeim), die aus dem Trophoblasten (äußere Hülle) und dem Embryoblasten (innere Zellmasse) besteht.
Die Implantation (Einnistung/Nidation) beginnt um den 6. Tag, wenn der Trophoblast Kontakt mit der mütterlichen Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) aufnimmt. Der Embryoblast differenziert sich daraufhin in Epiblast und Hypoblast (zweiblättrige Keimscheibe). In der anschließenden dritten Entwicklungswoche folgt die Gastrulation. Bei diesem zentralen Prozess wandern Zellen des Epiblasts durch den Primitivstreifen ein und formen die dreiblättrige Keimscheibe bestehend aus den drei primären Keimblättern: Ektoderm, Mesoderm und Entoderm.
Jedes Keimblatt bildet spezifische Gewebe und Organe (Derivate). Aus dem Ektoderm (äußeres Keimblatt) gehen unter anderem das gesamte Nervensystem (ZNS und PNS) sowie die Epidermis der Haut und Sinnesorgane hervor. Das Mesoderm (mittleres Keimblatt) differenziert sich zu Stütz- und Bindegewebe, Knochen, Muskeln (Skelett-, Herz- und glatte Muskulatur), dem Herz-Kreislauf-System, den Nieren und Keimdrüsen. Aus dem Entoderm (inneres Keimblatt) entstehen das Epithel des Magen-Darm-Trakts, der Atmungsorgane sowie die großen Verdauungsdrüsen (Leber, Pankreas).