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Biologie · Der menschliche Körper
Ovarial- und Menstruationszyklus mit ihren Hormonen, die Pille, der Weg des Spermiums bis zur Verschmelzung und die Rolle von hCG bei der Einnistung.
Ein reifender Follikel hebt Östradiol, ein LH-Gipfel löst den Eisprung aus, der Gelbkörper bildet Progesteron. Fällt Progesteron ab, kommt die Blutung. Nur hCG des Embryos rettet den Gelbkörper.
Tag 1 ist der erste Blutungstag, ein Zyklus dauert im Mittel 28 Tage. Die erste Blutung heißt Menarche (um das 12. Lebensjahr), das Ende der Blutungen Menopause (um 50 bis 51). Der Zyklus liefert eine befruchtungsfähige Eizelle und bereitet den Uterus auf die Einnistung vor.
Im Eierstock läuft der Ovarialzyklus, in der Gebärmutterschleimhaut der Menstruationszyklus. Die Phasen haben je eigene Namen, laufen aber parallel:
| Eierstock |
|---|
| Gebärmutter |
|---|
| 1–4 | Follikelphase | Menstruation |
| 5–14 | Follikelphase | Proliferation |
| um 14 | Eisprung | – |
| 15–28 | Lutealphase | Sekretion |
Die Follikelphase ist variabel, die Lutealphase dauert fast immer etwa 14 Tage. Die Menstruation stößt das Stratum functionale ab, die Proliferation baut es neu auf, in der Sekretion bildet es ein glykogenreiches Sekret für die Einnistung. Das Stratum basale bleibt stets erhalten und baut das Funktionale nach.
Der Hypothalamus gibt pulsatil GnRH ab. Es steuert FSH und LH der Hypophyse. Wer was bildet und bewirkt:
| Hormon | Quelle | Wirkung |
|---|---|---|
| FSH | Hypophyse | lässt Follikel wachsen |
| LH | Hypophyse | löst den Eisprung aus, formt den Gelbkörper |
| Östradiol | Follikel | baut das Endometrium auf |
| Inhibin | Follikel | hemmt FSH |
| Progesteron | Gelbkörper | macht das Endometrium sekretorisch |
| hCG | Embryo | erhält den Gelbkörper |
So läuft ein Zyklus ab:
Interaktives Zyklusmodell
Deine AufgabeVergleiche einen früheren und späteren LH-Gipfel. Was verschiebt sich bei Eisprung, Gelbkörperphase und nächster Blutung? Unterdrücke anschließend den LH-Gipfel und erkläre, warum der typische Progesteronanstieg ausbleibt.
Zeichen des Eisprungs: dünner Zervixschleim, leicht geöffneter Muttermund, danach +0,5 °C Basaltemperatur. Vorher verschließt ein zäher Schleimpfropf den Zervixkanal.
Gipfel zur Zyklusmitte: LH und FSH. Östradiol steigt kurz davor am höchsten. Progesteron erreicht seinen Gipfel in der Lutealphase.
Die Pille enthält Östrogene und Gestagene und ist ein Ovulationshemmer. Sie halten FSH und LH dauerhaft niedrig wie in der Lutealphase: Kein Follikel reift, es gibt keinen LH-Gipfel und keinen Eisprung. Der Pearl-Index nennt die Schwangerschaften pro 100 Frauen und Jahr bei einer Methode. Je kleiner, desto sicherer.
Befruchtung, Fertilisation und Konzeption sind Synonyme, Treffpunkt ist die Ampulle. → Ausführlich in: Fortpflanzungssystem männlich und Fortpflanzungssystem weiblich
Die Befruchtung hat zwei Teile: Imprägnation (das Eindringen) und Karyogamie (Syngamie). Dringen zwei Spermien ein (Dispermie) oder behält die Eizelle zwei Chromosomensätze (Digynie), entsteht eine triploide Zygote.
Spermien bleiben im Genitaltrakt rund 3 Tage befruchtungsfähig und warten in der Ampulle. Die Eizelle hält nur 8 bis 24 Stunden.
Die Zygote furcht sich auf dem Weg zum Uterus zur Blastozyste. Die Nidation beginnt etwa 5 bis 6 Tage nach der Befruchtung, um den 20. bis 22. Zyklustag, wenn Progesteron die Schleimhaut vorbereitet hat. → Ausführlich in: Schwangerschaft und Keimblätter
Etwa eine Woche nach der Befruchtung beginnt der Trophoblast (Syncytiotrophoblast), hCG zu bilden. Es wirkt wie LH: Der Gelbkörper bleibt erhalten, liefert weiter Progesteron, und die Menstruation bleibt aus.
Darum weist der Schwangerschaftstest hCG nach. Ab etwa der 8. Woche übernimmt die Plazenta die Progesteronbildung.
Beschriftbare Abbildung
Deine AufgabeBenenne die Hüllen der Eizelle von außen nach innen und ordne zu, an welcher Schicht die Akrosomreaktion und wo die Kortikalreaktion abläuft.
Tippe auf eine Beschriftung in der Abbildung, um ihre Erklärung zu lesen.
Schrittfolge
Deine AufgabeVerfolge das Spermium durch Corona radiata und Zona pellucida bis zur Fusion. Was verhindert, dass ein zweites Spermium eindringt, und was entsteht danach in der Eizelle?
Schritt 1 von 4