Wir verwenden essenzielle Cookies fuer den Betrieb der Seite. Optionale Analytik wird erst nach deiner Zustimmung aktiviert.
Eukaryotische Gene sind modular aufgebaut und bestehen aus regulatorischen Sequenzen wie dem Promotor sowie einer Mosaikstruktur aus kodierenden Exons und nicht-kodierenden Introns.
Ein Gen ist weit mehr als nur eine einfache Bauanleitung; es ist eine hochregulierte Funktionseinheit der DNA. Bei Eukaryoten ist diese Einheit modular aufgebaut, was eine enorme Komplexität in der Steuerung erlaubt.
Der Promotor bildet das Fundament der Genregulation. Er ist eine spezifische Sequenz stromaufwärts (vor) dem kodierenden Bereich, an der die RNA-Polymerase bindet. Man kann ihn sich als 'Landebahn' für das Enzym vorstellen, das die Transkription startet.
Die proteinkodierenden Informationen liegen in den Exons. Der Name leitet sich von 'expressed region' ab, da diese Sequenzen tatsächlich in der Aminosäureabfolge des Proteins zum Ausdruck kommen.
Im Gegensatz dazu stehen die Introns ('intervening regions'). Diese nicht-kodierenden Abschnitte liegen zwischen den Exons. Obwohl sie transkribiert werden, enthalten sie keine Baupläne für Proteine und müssen aus der vorläufigen RNA entfernt werden.
Das unmittelbare Produkt der Transkription ist die Prä-mRNA. Sie ist eine exakte Kopie des DNA-Abschnitts und enthält somit noch das Mosaik aus Exons und Introns. Erst durch das spätere Splicing (Spleißen) entsteht die reife mRNA.
Zusätzlich finden sich an den Flanken der kodierenden Sequenz die UTRs (untranslated regions). Diese 5'- und 3'-UTRs werden zwar in RNA umgeschrieben, aber nicht in Protein übersetzt; sie regulieren stattdessen die Stabilität und den Transport der mRNA.