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Mineralsäuren sind anorganische Säuren, die sich durch ihre hohe Säurestärke und das Fehlen von Kohlenstoffgerüsten auszeichnen.
Mineralsäuren sind anorganische Verbindungen, deren saure Eigenschaften nicht auf Kohlenstoffketten, sondern auf mineralischen Ursprüngen basieren. Sie dienen in der Chemie oft als starke Protonendonatoren. Zu den wichtigsten Vertretern gehören die Salzsäure, die Schwefelsäure und die Salpetersäure.
Die Säurestärke einer Mineralsäure bestimmt, wie leicht sie ihr Proton (H⁺) in wässriger Lösung abgibt. Starke Säuren wie die Salzsäure (HCl) dissoziieren (zerfallen in Ionen) nahezu vollständig. Das bedeutet, in einer 1-molaren HCl-Lösung liegen fast keine HCl-Moleküle mehr vor, sondern fast ausschließlich H₃O⁺ und Cl⁻ Ionen.
Einprotonige Säuren wie HCl oder Salpetersäure (HNO₃) können nur ein Proton pro Molekül abgeben. Die Salpetersäure ist zudem ein starkes Oxidationsmittel. Ihre Salze werden als Nitrate bezeichnet, während die Salze der Salzsäure Chloride heißen.
Mehrprotonige Säuren können ihre Protonen schrittweise abgeben. Die Schwefelsäure (H₂SO₄) ist zweiprotonig. Die Abgabe des ersten Protons erfolgt sehr leicht (starke Säure), während die Abgabe des zweiten Protons (vom Hydrogensulfat-Ion zum Sulfat-Ion) deutlich schwerer fällt.
Die Phosphorsäure (H₃PO₄) ist eine dreiprotonige Säure. Im Gegensatz zu den vorgenannten ist sie eine mittelstarke bis schwache Säure. In der Medizin ist sie von enormer Bedeutung, da ihre Salze, die Phosphate, das Rückgrat der DNA bilden und im Energieträger ATP vorkommen.
Die Kohlensäure (H₂CO₃) entsteht, wenn sich Kohlenstoffdioxid (CO₂) in Wasser löst. Sie ist eine schwache, zweiprotonige Mineralsäure. Ihre Salze, die Carbonate und Hydrogencarbonate, sind essenziell für die Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts (Blutpuffer).
Bei einer Neutralisationsreaktion reagiert eine Mineralsäure mit einer Base zu Wasser und einem Salz. Ein Salz ist eine Ionenverbindung, die aus dem Anion der Säure und dem Kation der Base besteht. Die Eigenschaften des Salzes hängen stark davon ab, ob die Ausgangsstoffe stark oder schwach waren.