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Elektrische Leiter ermöglichen den Ladungstransport durch bewegliche Ladungsträger, während Isolatoren diesen aufgrund fehlender freier Ladungsträger unterbinden. Der Widerstand eines Leiters wird durch Material, Geometrie und Temperatur bestimmt.
Ein elektrischer Leiter ist ein Material, das den Transport von elektrischer Ladung ermöglicht. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist das Vorhandensein von beweglichen Ladungsträgern. In metallischen Festkörpern sind dies die Elektronen, während in Flüssigkeiten (Elektrolyten) Ionen für den Stromtransport verantwortlich sind.
Metalle besitzen ein besonderes Bindungsmodell: Das Elektronengas. Die Valenzelektronen der Metallatome sind nicht fest an einen Kern gebunden, sondern können sich frei im Kristallgitter bewegen. Sobald ein elektrisches Feld (durch eine Spannung) angelegt wird, driften diese Elektronen gerichtet durch den Leiter.
Im Gegensatz dazu stehen die Isolatoren (Nichtleiter) wie Glas, Keramik oder Kunststoffe. In diesen Stoffen sind alle Elektronen fest in chemischen Bindungen lokalisiert. Da keine freien Ladungsträger zur Verfügung stehen, kann auch bei angelegter Spannung kein nennenswerter Strom fließen.
Die elektrische Stromstärke (I) ist definiert als die Menge an Ladung (Q), die pro Zeitspanne (t) durch einen Leiterquerschnitt fließt: I = (Q)/(t). Die Einheit der Stromstärke ist das Ampere (A), eine der sieben SI-Basiseinheiten. Man kann sich den Stromfluss analog zu einer Wasserströmung in einem Rohr vorstellen.
Der elektrische Widerstand (R) ist das Maß dafür, wie stark ein Material den Stromfluss behindert. Er wird in Ohm (Ω) gemessen. Das Ohm’sche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Spannung (U), Widerstand (R) und Stromstärke (I) durch die Formel U = R × I. Ein idealer ohmscher Widerstand ist unabhängig von der angelegten Spannung.
Der Widerstand eines Leiters hängt von seiner Geometrie ab: Er ist proportional zur Länge (l) und antiproportional zur Querschnittsfläche (A). Der spezifische Widerstand (ρ) ist eine Materialkonstante. Die Formel lautet: R = ρ × (l)/(A). Ein langer, dünner Draht hat somit einen höheren Widerstand als ein kurzer, dicker Draht.
Die Temperatur beeinflusst die Leitfähigkeit erheblich. In Metallen schwingen die Gitteratome bei steigender Temperatur stärker, wodurch die Elektronen häufiger zusammenstoßen. Daher steigt der Widerstand von Metallen mit der Temperatur (Kaltleiter oder PTC-Widerstände).
Halbleiter wie Silizium nehmen eine Zwischenstellung ein. Bei sehr tiefen Temperaturen wirken sie wie Isolatoren. Durch Zufuhr von Energie (Wärme oder Licht) können jedoch Elektronen aus ihren Bindungen gelöst werden, wodurch die Leitfähigkeit mit steigender Temperatur zunimmt (Heißleiter oder NTC-Widerstände).