Wir verwenden essenzielle Cookies fuer den Betrieb der Seite. Optionale Analytik wird erst nach deiner Zustimmung aktiviert.
Die elektrische Stromstärke beschreibt die Menge an Ladung, die pro Zeiteinheit durch einen Leiterquerschnitt fließt, wobei der elektrische Widerstand diesen Fluss in Abhängigkeit von der Spannung begrenzt.
Während die Elektrostatik ruhende Ladungen betrachtet, widmet sich die Elektrodynamik bewegten Ladungsträgern. Die elektrische Stromstärke (Formelzeichen I) ist definiert als die Menge der elektrischen Ladung Q, die pro Zeitintervall t durch den Querschnitt eines Leiters fließt. Mathematisch ausgedrückt gilt: I = Q / t.
Die Basiseinheit der Stromstärke ist das Ampere (A). Ein Ampere entspricht einem Ladungsfluss von einem Coulomb pro Sekunde (1 A = 1 C/s). Um diesen Fluss zu ermöglichen, ist eine Potenzialdifferenz, also eine elektrische Spannung, als treibende Kraft notwendig.
Materialien unterscheiden sich stark in ihrer Fähigkeit, Strom zu leiten. Elektrische Leiter besitzen bewegliche Ladungsträger. In Metallen sind dies die 'quasi-freien' Elektronen des Elektronengases, während in Elektrolyten (Flüssigkeiten) Ionen den Transport übernehmen. Metalle wie Kupfer oder Silber sind aufgrund ihrer hohen Dichte an freien Elektronen exzellente Leiter.
Im Gegensatz dazu stehen Isolatoren (Nichtleiter). In diesen Stoffen, wie zum Beispiel Glas, Kunststoffen oder destilliertem Wasser, sind die Elektronen fest an die Atome gebunden. Es fehlen freie Ladungsträger, weshalb auch bei angelegter Spannung kaum ein messbarer Strom fließt.
Der elektrische Widerstand (Formelzeichen R) beschreibt die Eigenschaft eines Bauteils, dem elektrischen Strom entgegenzuwirken. Man kann ihn sich wie eine Verengung in einem Wasserrohr vorstellen: Je enger die Stelle (höherer Widerstand), desto weniger Wasser (Strom) fließt bei gleichem Druck (Spannung). Die Einheit des Widerstands ist das Ohm (Ω).
Das Ohmsche Gesetz stellt die fundamentale Beziehung zwischen Spannung (U), Stromstärke (I) und Widerstand (R) her. Es besagt, dass bei konstanter Temperatur die Stromstärke proportional zur anliegenden Spannung ist: U = R × I. Das bedeutet: Verdoppelt man die Spannung an einem konstanten Widerstand, verdoppelt sich auch die Stromstärke.
Der Widerstand eines Leiters ist nicht beliebig, sondern hängt von seinen physikalischen Eigenschaften ab. Er wird größer, wenn der Leiter länger wird (mehr 'Reibungsweg' für Elektronen) oder wenn der Querschnitt kleiner wird (weniger Platz für den Durchfluss). Zudem spielt das Material (der spezifische Widerstand) eine entscheidende Rolle.
Zusammenfassend lässt sich der Stromkreis mit einem Wasserkreislauf vergleichen: Die Pumpe erzeugt den Druck (Spannung), das fließende Wasser ist der Strom und die Reibung in den Rohren sowie Verengungen repräsentieren den Widerstand.