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Das Archimedische Prinzip besagt, dass auf jeden Körper, der in ein Fluid (Flüssigkeit oder Gas) eintaucht, eine nach oben gerichtete Auftriebskraft wirkt, die genau so groß ist wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Fluids.
Der statische Auftrieb ist eine Kraft, die der Schwerkraft entgegenwirkt, wenn sich ein Körper in einem ruhenden Fluid befindet. Um zu verstehen, warum diese Kraft überhaupt existiert, müssen wir uns an den hydrostatischen Druck erinnern: Dieser Druck nimmt mit zunehmender Tiefe in einer Flüssigkeit linear zu. Da die Unterseite eines eingetauchten Objekts tiefer liegt als die Oberseite, wirkt von unten ein größerer Druck auf den Körper als von oben. Diese Druckdifferenz resultiert in einer resultierenden Kraft nach oben – der Auftriebskraft.
Das fundamentale Gesetz hierzu ist das Archimedische Prinzip. Es besagt: Die Auftriebskraft (F_A) ist exakt gleich der Gewichtskraft der verdrängten Flüssigkeitsmenge. Stellen Sie sich vor, ein Stein verdrängt beim Eintauchen genau einen Liter Wasser. Die Kraft, mit der dieser Stein nach oben gedrückt wird, entspricht dann genau dem Gewicht dieses einen Liters Wassers (ca. 10 Newton).
Die mathematische Formel für die Auftriebskraft lautet: F_A = ρ_Fluid × V_(verdrängt) × g. Hierbei ist ρ_Fluid die Dichte des Mediums (nicht des Körpers!), V_(verdrängt) das Volumen des eingetauchten Teils des Körpers und g die Erdbeschleunigung (ca. 9,81 m/s²). Wichtig ist, dass nur das Volumen zählt, das sich tatsächlich unter der Oberfläche befindet.
Ob ein Gegenstand im Wasser untergeht oder oben bleibt, entscheidet das Zusammenspiel von Auftriebskraft und Gewichtskraft des Körpers (F_G). Da beide Kräfte vom Volumen abhängen, lässt sich dies auf einen Vergleich der Dichten reduzieren. Ist die Dichte des Körpers größer als die des Fluids, überwiegt die Gewichtskraft und der Körper zeigt das Verhalten Sinken.
Sind die Dichten von Körper und Fluid exakt gleich, heben sich Auftrieb und Gewichtskraft auf. Der Körper bleibt an jeder beliebigen Stelle im Fluid stehen, ohne abzusinken oder aufzusteigen – diesen Zustand nennt man Schweben. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Schwimmblase bei Fischen, mit der sie ihre mittlere Dichte an das Umgebungswasser anpassen.
Ist die Dichte des Körpers geringer als die des Fluids, ist die maximale Auftriebskraft (bei vollem Eintauchen) größer als die Gewichtskraft. Der Körper erfährt eine Beschleunigung nach oben (Steigen). Sobald er die Oberfläche durchbricht, verringert sich das verdrängte Volumen so weit, bis die Auftriebskraft exakt der Gewichtskraft entspricht. Diesen stabilen Zustand an der Oberfläche nennt man Schwimmen.
Ein interessantes Phänomen ist der scheinbare Gewichtsverlust. In einer Badewanne fühlen wir uns leichter, weil die Auftriebskraft einen Teil unserer Gewichtskraft kompensiert. Die Waage würde unter Wasser nur das 'Scheingewicht' anzeigen (F_Schein = F_G - F_A). Dies ist auch der Grund, warum massive Schiffe aus Stahl schwimmen können: Durch ihre Form verdrängen sie so viel Wasser, dass die Masse des verdrängten Wassers größer ist als die Masse des Stahls selbst.